Einnahme homöopath. Arzneimittel
Individuelle Verschreibung
Ein Arzneimittel kann nur dann homöopathisch heilen, wenn es
individuell nach homöopathischen Prinzipien verschrieben wurde. Außer dem Krankheitsbild sind dabei die gesamte Befindlichkeit und Reaktionsweise des Patienten inklusive bestimmter Nebenumstände (Lebensführung, soziale und klimatische Einflüsse usw.) zu berücksichtigen. Ebenso wichtig ist die richtige Einnahme, der Kontakt zum/zur Therapeuten/Therapeutin und die Beachtung möglicher Störfaktoren. Im Laufe einer Behandlung kann sich das Beschwerdebild so ändern, dass ein neues Arzneimittel angezeigt ist.
Beipackzettel sind nicht maßgeblich
Das gleiche gilt für Dosierung und Einnahmehäufigkeit. Pauschale Vorgaben kann es hier nicht geben. Auf welche Weise Sie Ihr Mittel am besten einnehmen - wann, wie viel, mit welchem Abstand zu den Mahlzeiten, etc. - teilt Ihnen Ihr/-e Therapeut/-in mit. Falls Ihr homöopathisches Mittel in seinem Beipackzettel Dosierungsangaben enthält, so nur deshalb, weil die Hersteller vom Gesetzgeber trotz der Einwände der Fachkreise dazu genötigt wurden. Diese Dosierungsangaben sind nicht zu gebrauchen.
Im Einzelfall ist es möglich, dass ein homöopathisches Arzneimittel nach einer einzigen Gabe in Hochpotenz erst nach Wochen oder Monaten wiederholt werden darf, um den bereits angeregten Heilungsprozess nicht zu stören. In anderen Fällen kann eine sehr viel häufigere Dosierung erforderlich sein. Jede regelmäßig fortgesetzte Einnahme muss von einem/einer qualifizierten homöopathischen Therapeuten/Therapeutin in ihrer Wirkung beobachtet werden .
Die Homöopathie heilt sanft und ohne die Nebenwirkungen und Risiken chemischer Arzneien. Doch ein zu lange fortgesetzter oder eigenmächtiger Gebrauch homöopathischer Arzneimittel kann die Wirksamkeit beeinträchtigen oder sogar unerwünschte Reaktionen hervorrufen.
Kontakt und Rücksprache
Nicht nur bei zunehmenden, neuen oder unbekannten Beschwerden, bei starken Schmerzen und in akuten Fällen, sondern überhaupt bei deutlichen Befindensänderungen und verändertem Beschwerdebild sollten Sie mit Ihrem/Ihrer Therapeuten/Therapeutin umgehend Kontakt aufnehmen. Noch wichtiger ist dies, wenn Ihr Arzneimittel zur regelmäßig wiederholten Einnahme verschrieben wurde. Ihr/-e Therapeut/-in wird über das weitere Vorgehen entscheiden.
So kann Ihr Mittel ungehindert wirken
Helfen Sie mit, dass Ihr homöopathisches Arzneimittel seine Wirkung optimal entfalten kann.
Besprechen Sie mit Ihrem/Ihrer Therapeuten/Therapeutin eingehend:
- die Einnahme jeder Art anderer, auch "naturheilkundlicher" Medikamente (ausgenommen in Notfallsituationen)
- die Verwendung von Salben, Cremes und Puder
- die Anwendung anderer Therapieformen (wie zum Beispiel
Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Physio- und Psychotherapie etc.) - das Verhalten bei zwischenzeitlich auftretenden akuten Erkrankungen
Meiden Sie bitte Folgendes während der homöopathischen
Behandlung:
- Pfefferminztee (Produkte, die Pfefferminz enthalten)
- Kräutertee (Rooibush- Tee OK)
- Schwarztee I Grüntee
- Kaffee (Getreidekaffee OK)
- ätherische Öle überhaupt
- chininhaltige Getränke (z.B. Tonic Water)
- Saunabesuche (ohne Aufguss möglich)
- . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Unterlassen Sie bitte ganz:
- die Anwendung scharfer ätherischer Öle (insbesondere Kampfer, Menthol, Eukalyptus), wie sie in Erkältungs- und Rheumamitteln, Badezusätzen, Saunaaufgüssen, manchen Bonbons, Tees und einigen Arzneimitteln enthalten sind.
Unterstützende Maßnahmen:
- fragen Sie Ihre/Ihrenn Therapeutin/Therapeuten bei Bedarf danach, wie Sie sich Erleichterung verschaffen können, ohne die Wirkung des homöopathischen Mittels zu stören. Manchmal sind auch die "unschuldigsten" Maßnahmen während einer homöopathischen Behandlung zu vermeiden. Andererseits gibt es oft empfehlenswerte diätetische oder physikalische Methoden zur Unterstützung.
Um die Wirksamkeit des Mittels nicht zu beeinträchtigen, sollte es vorsichtshalber nicht gelagert werden
- in der Nähe stark riechender Substanzen (z.B. im Parfüm- oder Kühlschrank)
- in der Nähe von Strahlungsquellen (Fernseher, Radio, Mobiltelefon etc.)
- an Orten mit direkter Sonneneinstrahlung oder großer Wärme
Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre/Ihren Therapeutin/Therapeuten.








